HC Davos | Kampagne 2015/16

Während meiner Zeit bei /Department und FCB Zürich durfte ich von 2012 bis 2019 für meinen Lieblingshockey-Verein arbeiten. Aus Texter-Perspektive war die Kampagne 2015/16 ein absolutes Highlight.

 

Hockey ist ein Männersport – trotz Buabatrickli.

Männer kennen keine Schmerzen. Ausser sie spielen Hockey.

Matchentscheidend ist, dass man den Match für sich entscheidet.

Die idealen Arbeitsbedingungen: Eisiger Boden und harter Gegenwind.

Verteidigung ist die beste Verteidigung – zumindest bei uns.

Wir lieben es, Löwen zu bändigen.

Bären haben es in Graubünden nie leicht.

Wir kennen keine Angst – ausser vielleicht vor Arno del Curto.

Beim Eishockey bekommst man nichts geschenkt – ausser Bodychecks.

Die Comfort-Zone beginnt gleich hinter der Spielerkarriere.

Uns bremst nichts und niemand – ausser vielleicht die Bande.

Unsere Welt ist eine Scheibe – und die ist verdammt hart.

Wir brauchen eine harte Schale und einen noch härteren Kern.

Männer weinen nicht – ausser vor Wut.

Eishockeyspieler kennen 1000 Wörter für Durchbeissen.

Eishockeyspieler kennen über 100 verschiedene Blautöne.

Gelb steht für die Höhensonne, blau für die Prellungen.

Um uns zu beruhigen hören wir in der Garderobe Slayer.

Beschleunigung, Aufprall, Bremskraft – wir sprengen die Grenzen der Physik.

Während den Boxkämpfen erholen wir uns vom Hockeyspielen.

Wer nicht einstecken kann, kann den Beruf wechseln.

Unsere Wellnessferien verbringen wir bei den Navy Seals.

Zur Erholung nehmen wir am Ironman teil.

Hockey macht alt – man geht am Stock und verliert seine Zähne.

Unsere Nerven sind ungefähr so heiss wie unser Spielfeld.

An einem schlechten Tag müssen wir in 7000 enttäuschte Gesichter blicken.

Hockey ist wie Fussball – einfach für Männer.

Uns muss man den Begriff Knochenarbeit nicht erklären.

Das Lustige ist, dass sich Hockeyaner eigentlich mögen.

Mein Arzt erklärt mir immer wieder, ich soll weniger Sport treiben.

Eigentlich ist es nur ein Spiel – so wie Stahlgiesser nur ein Beruf ist.

Mein Verein, mein Stadion, meine Gegend, mein Dorf, mein Block.

Als Bündner steht man den Zürchern gerne im Weg.

Im Tor trägt man eine schwere Ausrüstung und viel Verantwortung.

In meiner Freizeit arbeite ich als Staumauer.

Ich gebe alles dafür, dass mir nichts ins Netz geht.

Das lass ich mal durchgehen, das kann ich mir nicht erlauben.

Der Gegner soll wissen, wie weit er gehen kann.

Ich weiss, wie sich ein Fels in der Brandung anfühlt.

Gute Verteidiger sind loyal: Sie halten dicht.

Ich kenne beklemmende Situationen – zwischen Gegnern und Bande.

Theoretisch sind wir gegen alles geschützt – theoretisch.

Wer im Eishockey nicht schnell ist, ist schnell wieder weg.

Die Spiele sind nur die Spitze des Eisberges.

Ab und zu gehe ich mit dem Kopf durch die Wand – wortwörtlich.

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