Rive Gauche

Wenn im Baur au Lac nicht gerade FIFA-Funktionäre verhaftet werden, sorgt die Nobelabsteige durchaus für positive Schlagzeilen. Für das Luxushaus und das dazugehörige Restaurant Rive Gauche durfte ich während meiner Zeit bei /Department und FCB Zürich immer wieder Menünamen für die Speisekarten und Einladungen aller Art erfinden und verfassen. Und falls du kulinarisch ebenfalls bewandert bist, darfst du gerne die Quizfragen weiter unten beantworten. Viel Glück.

 

HIRNFUTTER ZUR VORSPEISE.
Als Gast des Rive Gauche beweisen Sie bereits, dass Sie eine Affinität zu gutem Essen haben. Ihre kulinarische Entdeckerlust kennt keine Grenzen. Deshalb werden Ihnen die folgenden appetitanregenden Fragen bestimmt keine Mühe bereiten. Und falls doch, finden Sie die korrekten Antworten weiter hinten in der Karte. Bonne Chance.

Woher hat die Jakobsmuschel ihren Namen?
A: Vom heiligen Jakobus, dem Schutzpatron der Pilger.
B: Von ihrem Entdecker, dem schottischen Meeresbiologen Jacob McCallum.
C: Von den Jakobinern. Während der Französischen Revolution fanden die Anhänger von Robespierre oft bei Bauern Schutz vor den Monarchisten. Diese Verstecke nannte man Jakobsmuscheln. Den Namen übertrug man erst Mitte des 19. Jahrhunderts auf die Muscheln, die wir heute kennen.

Richtige Antwort: A

Was ist eine Belper Knolle?
A: Eine Unterart der Weissen Albatrüffel. Die Belper Knolle stammt aus dem Piemont und war während der Renaissance beim Adel hoch begehrt. Bekannt wurde sie in Norditalien vor allem als Muse von Belpone di Medici. Der exzentrische Künstler hat ihr unzählige Bilder und Gedichte gewidmet – und ihr seinen Namen geliehen.
B: Ein belgischer Speisefisch
C: Eine Melange aus Frischkäse, Knoblauch und Pfeffer

Richtige Antwort: C

Wie hat Kolumbus die Polenta verfeinert?
A: Mit Safran
B: Im alten Rom kannte man bereits einen Vorläufer der Polenta aus Hirse, Dinkel und Kichererbsenmehl. Nach der Entdeckung Amerikas 1492 wurde Mais nach Europa gebracht und die Polenta, wie wir sie heute kennen, startete ihren Siegeszug durch Italien. Im 17. Jahrhundert war Polenta bei armen Bevölkerungsschichten sehr populär.
C: Mit Schimmelkäse, um sie für lange Schifffahrten haltbar zu machen.

Richtige Antwort: B

Woher stammt Sushi ursprünglich?
A: Aus der Gegend um den Mekong.
B: Aus dem pazifischen Raum, namentlich aus Japan.
C: Aus China. Im 14. Jahrhundert wurde die mongolische Fremdherrschaft durch die Ming-Dynastie verdrängt. Die Rebellen machten Süsswasserfisch aus dem Poyang-See konservierbar, um ihn als Proviant auf die Feldzüge mitnehmen zu können. Der Fisch wurde ausgenommen, in Gefässe mit gekochtem Reis eingelegt und fermentiert.

Richtige Antwort: A

Aus welcher Sprache stammt das Wort Sorbet?
A: Italienisch. Marco Polo hat das Rezept aus China mitgebracht.
B: Französisch. Louis XIV hat sogar darin gebadet.
C: Arabisch – das Wort «Sarba» bedeutet kaltes, nicht-alkoholisches Getränk. Im 16. Jahrhundert wanderte es über das persische «Sarbat» und dem türkischen «Serbet» in den Europäischen Sprachraum. Im 17. Jahrhundert war Sorbet in Frankreich ein Getränk aus Wasser, Zucker und Zitrone, später ein halb gefrorenes Dessert.

Richtige Antwort: C

Warum ist der Name Tintenfisch verwirrend?
A: Es sind keine Fische (Wirbeltiere) sondern Weichtiere.
B: Weil man seine Tinte nicht zum Schreiben verwenden kann.
C: Wenn sich der Tintenfisch bedroht fühlt, sondert er nicht Tinte, sondern sein Blut ab. Raubtiere verwechseln die Farbwolke dank ihrem Geschmack mit dem Beutetier. Der Legende nach hat König Ottokar II persönlich eine Riesenkrake erlegt. Dank dieser Heldentat wurde er später als Blaublüter betitelt. So nennt man Adlige heute noch.

Richtige Antwort: A

Was heisst Wagyu übersetzt?
A: Seit Beginn der Edo-Periode (1600) essen die Japaner fünf Mahlzeiten täglich. Wenn ein Mann zum Samurai wurde, musste er mit einer Mahlzeit pro Tag auskommen. Diese «Heilige Lehre des Verzichtes» nannte man Wagyu. Hat sich ein Krieger nicht an den Kodex gehalten, wurde er zum Ronin – einem Abtrünnigen.
B: Es heisst «Japanisches Rind» und es ist das teuerste Hausrind der Welt.
C: «Kaiserliche Mahlzeit» – eine spezielle Fütterungsmethode für japanische Hühner.

Richtige Antwort: B

 

 

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