We had some fucking good times

Studio 54, Whisky a Go Go oder Titty Twister sind Party-Institutionen mit Legendenstatus. In diese Gewichtsklasse gehört auch die Pöstli Bar in Pontresina. Allerdings blieb das Pöstli über die Jahrzehnte unter dem Radar der Weltöffentlichkeit. Was im Pöstli passierte, blieb normalerweise auch tief unten in der Kellerbar. Zum Glück. Sporadisch tauchten vielleicht mal ein paar Gerüchte und Anekdoten aus dem verrauchten Loch raus ans Engadiner Tageslicht, aber diese Geschichten wurden von Normalsterblichen einfach als üble Nachrede oder total übertriebene Räuberpistolen aufgefasst. Gut für uns chronischen Barhocker. 2019 wurde das Herz Pontresinas abgerissen und 2023 neu eröffnet. Die neuen Eigentümer Bettina und Richard Plattner haben mich als Stammgast beauftragt, mich intellektuell mit dem Mythos Pöstli Bar auseinanderzusetzen, diesen Mikrokosmos mit seinen eigenen Regeln und Sitten zu untersuchen, den Pontresiner Underground Aussenstehenden näher zu bringen und die krassesten Geschichten für die Nachwelt zu erhalten. Ich konnte es kaum glauben, dass sich mein Alkoholismus endlich auszahlen würde, und nahm das Angebot dankend an. Entstanden ist eine über 200seitige Liebeserklärung an das Pöstli, an Pontresina, an Gäste und Einheimische. Das Buch wurde vom Maistra Bookshelf herausgegeben und von Dario Cantoni (SPOT-Werbung, St. Moritz) gelayoutet. Vielen Dank an alle für die coole Zusammenarbeit. ISBN: 978-3-033-10658-1

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